Megacities: Audi entwickelt Zukunftskonzepte

Ingolstadt (intv) Der Verkehr in Ingolstadt ist im Kommunalwahlkampf ein heißes Thema. Im Vergleich zu manch anderen Städten, steht Ingolstadt mit seiner Verkehrsdichte jedoch noch gut da. In der brasilianischen Stadt Sao Paulo steht jeder beispielsweise jeder Autofahrer durchschnittlich 27 Tage im Jahr im Stau. Und in Shanghai ist der Verkehr so dicht, dass nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 Kilometer pro Stunde erreicht wird. Alles Fakten, die das Autofahren in sogenannten Megacities unattraktiv werden lässt und somit Fahrzeughersteller wie Audi vor echte Herausforderungen stellen. Im Rahmen der Audi Urban Future Initiative beschäftigt sich der Ingolstädter Autohersteller mit dem Thema Urbanisierung. Bei einem Vortrag im Gewerkschaftshaus wurde die Initiative vorgestellt.

Da Autos in Zukunft vor allem in Städten verkauft würden, sei Urbanisierung ein wichtiges Thema, so Projektleiterin Lisa Füting. Es sei relevant zu wissen, wie sich die Städte und das Bedürfnis nach Mobilität dort  in Zukunft entwickeln würden.

Auf den unterschiedlichen Kontinenten lassen sich die unterschiedlichsten Mobilitätstypen finden. Deshalb hat sich Audi näher mit dem Thema Pendeln befasst und verschiedene Pendlertypen erfasst. Anhand dieser lassen sich intelligente Ideen entwickeln, welche die Pendler dabei unterstützen, einfacher von A nach B zu gelangen. So könnte die Audi Connect Technologie schon heute Fahrzeuge und Infrastruktur miteinander kommunizieren lassen, so Füting.

Lange Gesichter gab es bei dem Vortrag als klar wurde, dass die dargestellten Forschungen sich nur auf Megacities beziehen. Viele der Anwesenden hatten sich jedoch auch Lösungsansätze für das Ingolstädter Verkehrsproblem erhofft. Ob Audi auch hier versucht, eine Abhilfe zu schaffen, wurde an dem Abend nicht klar. So hieß es, dass es in Zeiten des Kommunalwahlkampfes dazu von Seiten des Autobauers keine Stellungnahme geben werde.