Urteil im Vergewaltigungsprozess

Ingolstadt (intv) Drei Jahre und sechs Monate Haft – so lautet das Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen einen 38-jährigen Ingolstädter. Zum ersten Mal haben die Richter am Landgericht Ingolstadt das verschärfte Sexualstrafrecht angewendet. Dieses sagt, dass für die Einstufung einer Tat als Vergewaltigung keine Anwendung oder Androhung von Gewalt mehr nötig ist, nach dem Prinzip „Nein heißt nein“. Laut Richter hatte der Angeklagte seine von ihm getrennt lebende Ehefrau gegen ihren erklärten und erkennbaren Willen zum Sex gezwungen und damit die Bedürfnisse der Frau ignoriert.