Tage der Barockmusik Wandelkonzert

Schrobenhausen (intv) Choleriker, Phlegmatiker, Sanguiniker oder doch Melancholiker? Menschen, auf die eine der Beschreibungen zutrifft, kennen wir sicher alle. Die vier Temperamente wurden bereits in der Antike erforscht und gelehrt. Später leiteten sich daraus pädagogische Modelle, literarische Werke oder musikalische Kompositionen ab. Die achten Tage der Barockmusik in Schrobenhausen starteten am Freitag mit einem Wandelkonzert – ganz im Zeichen der vier Temperamente.

Dabei wurde das Schrobenhausener Pflegschloss zum Schauplatz verschiedener Stationen, die mit musikalischen und theatralischen Darbietungen einen Einblick in die Temperamentenlehre gaben.

„Wir stellen die Melancholie dar“, sagt Theorbistin Gudrun Petruschka, die zusammen mit dem Intendanten des Festivals, Jakob David Rattinger, Werke von Hofkomponisten Ludwigs XIV. darbot. Violonist Rüdiger Kurz und Sopranistin Marie-Sophie Pollak begaben sich mithilfe von Ostinato-Kompositionen auf die Spuren des Phlegmatikers. Sogar Besuch vom Hof des legendären Sonnenkönigs war anwesend: Die Hofdame der Madame de Pompadour, dargestellt von Katja Schild, machte sich literarische Gedanken über die Barockzeit.

Das nächste Konzert im Rahmen der Tage der Barockmusik findet bereits am Dienstagabend statt. Dabei wird die Steingriffer Dreifaltigkeitskirche zum Schauplatz eines Nachtkonzerts. Am Freitag lädt Jakob David Rattinger dann zum großen Abschlusskonzert mit dem Hamburger Barockorchester „elbipolis“. Beginn ist um 19 Uhr im Konferenzgebäude der Bauer AG.

Eindrücke vom barocken Wandelkonzert im Pflegschloss sehen Sie am 9. September im Studio Schrobenhausener Land auf intv.

http://www.intv.de/sob/
http://www.barockmusik-schrobenhausen.de