Rede zur Einheit

04.10.2015 (intv) Die ganz große Karriere machte Horst Teltschik in der Wirtschaft. Doch sein Name bleibt eng mit der Deutschen Einheit verbunden. Als maßgeblicher Berater von Helmut Kohl war er hautnah dabei, als vor 25 Jahren das Ende der DDR eingeläutet und ein gemeinsames Deutschland im Entstehen war. Ein weiterer Zeitzeuge für die alljährliche Rede zur Einheit, mit der die Stadt Ingolstadt den Nationalfeiertag würdigt. Dabei betrachtet Teltschik vor allem die Entwicklungen im Vorfeld der Einheit und die internationalen Perspektiven nach dem Mauerfall. Er stellt den vertrauensträchtigen Umgang der Beteiligten heraus. Der sowjetische Staatschef Gorbatschow konnte sich auf US-Präsident Bush und Bundeskanzler Kohl unbedingt verlassen. „Der Schlüssel zum Erfolg“ sagt Teltschik. Heute wird Russland links liegengelassen. „Das Sicherheitsbedürfnis ist den Russen wichtig und es wird besonders von den USA nicht ernst genommen“ Die Folge: Eine auf imperialen Auftritt geeichte Außenpolitik mit den Etappen Krim, Ukraine und Syrien. Die Einheit habe viele Perspektiven geboten, so der Zeitzeuge, vertan wurde die Chance auf eine internationales Sicherheitssystem. Dagegen war die Deutsche Einheit ein Erfolg – friedlich und schnell.„Ein Wunder“ so das Fazit von Horst Teltschik