Public Viewing – WM Deutschland gegen Südkorea

War das schön gestern. Da hats noch getröpfelt, aber pünktlich zum Anpfiff kam die Sonne raus. Die Stimmung beim Public Viewing – wie hier in der Ingolstädter City – war bestens. Niemand, aber auch niemand – also fast niemand – hätte zu träumen gewagt, dass die Deutsche Nationalelf an diesem geschichtsträchtigen Tag nach Hause fahren muss – mit einer 0:2-Schlappe im Gepäck. Fans waren euphorisch vor dem Spiel.
Die Glückskinder unseres Facebook-Gewinnspiels hatten es sich in der Praunsmändtl-WM-Lounge in den Rathausarkaden so richtig gemütlich gemacht – Wohnzimmeratmosphäre mitten in der Stadt – der Preis war heiß.
Gute Laune und die Leute in Sommermärchen-Stimmung – selbst die sonst so neutralen Fernsehreporter kamen in Kriegsbemahlung und hatten Absichten.
Der Spielverlauf brachte die ungeschminkte Wahrheit ans Licht. Eine etappenweise lahmarschige Vorstellung der deutschen Nationalelf – und eine verdiente Niederlage im alles entscheidenden Gruppenspiel gegen Südkorea.
ZDF-Kommentator Bela Rethy triffts während des Spiels auf den Punkt: Das hier ist alles keine Zeitlupe, das sind reale Bilder. Und beim Publick Viewing – wie hier in der Dollstraße – sah es ähnlich aus. Nach dem ersten Tor der quirligen Südkoreaner war die Luft raus.Nach diesem Tor stieg tatsächlich der Wasserverbrauch – das heißt: die Leute gingen aufs Klo.
Es hat sich ausgedeutscht in Russland. Noch nie schied schwarz-rot-gold bei einer WM nach der Vorrunde aus. Das Spiel gegen Südkorea schreibt Geschichte. Wie schon 1994 bei der WM in den USA – da ging Deutschland als Sieger vom Platz, aber einer wurde ausgepfiffen und zog den Stinkefinger. Der Effenberger war geboren. Der kam gestern übrigens auch zum Einsatz.