Nach tragischem Zugunglück: Trampelpfad gesperrt

Gestern wurde der Junge beerdigt. Der Schock sitzt noch tief. Unterdessen wurden der Zwillingsbruder des Getöteten und ein Freund, der alles mitansehen musste, vernommen. Daraus ergebe sich ein neues Bild. Der 14-jährige habe in der Gruppe am geschlossenen Bahnübergang gewartet, sich aber dann für den nahegelegenen Trampelpfad, der an die Gleise führt, entschieden. Ganz offenbar hat der Schüler die Geschwindigkeit des herannahenden Zugs falsch eingeschätzt und hat leichtfertig die Gleise mit seinem Fahrrad befahren. Absprachen über eine Mutprobe soll es nicht gegeben haben. Offen bleibt die Frage, was mit dem Trampelpfad geschehen soll. Ein Zaun hätte das Unglück womöglich verhindern können. Die Bahn reagierte gegenüber dem Donaukurier skeptisch. Ein Zaun, der mitunter gefordert wird, müsste bei der Länge des Schienennetzes zweimal um den Äquator reichen, so eine Sprecherin. Die Stadt hat zwischenzeitlich den Trampelpfad provisorisch gesperrt. Allerdings ist die rechtliche Zuständigkeit noch nicht geklärt.