Luftbeobachtung

Jedes Jahr, wenn es wieder schön und warm wird, herscht akute Waldbrandgefahr. Zwar hat es gestern Abend stellenweise Regen und Gewitter gegeben. Aber nicht überall. Deshalb kreisen auch heute und morgen wieder Flugzeuge über unseren Köpfen – im Auftrag der Regierung von Oberbayern und im Kampf gegen Waldbrände.
Auch die Cessna hebt gestern nicht nur zum Spaß vom Eichstätter Flugplatz ab. Der Pilot und Luftbeobachter halten Ausschau nach Glutnestern. Es ist wichtig sie schon vor ihrer Entstehung zu finden, damit sie so wenig Schaden wie möglich anrichten können.
Wenn ein ein Brand gesichtet wird, muss erst überprüft werden ob er unter Beobachtung statt findet und/oder außer Kontrolle geraten ist. Dann wird der Ort lokalisiert und die Koordinaten an die Feuerwehr per Funk weitergeleitet. Danach suchen sie für die Einsatzkräfte den besmöglichen Weg zu dem Feuer. Außerdem erkunden sie die Umgebungnach möglichen unerschöpflichen Wasserquellen für die Feuerwehr.
Daführ ist die Cessna an so warmen tagen eine gute Wahl, da sie ein Hochdecker ist und somit dem Piloten und Luftbeobachter Schatten spändet. Trotzdem hat man fast einen Rundumblick.
Die Flugzeugbesatzung kann nicht nur Waldbrände frühzeitig entdecken, Förster sehen auch ob ihre Wälder mit Borkenkäfern befallen sind. Dafür müssen die Piloten sehr tief fliegen. Sie dürfen die Mindesthöhe unterschreiten und sogar außerhalb des Flugplatzes landen. Um das Gefahrenlos zu meistern brauchen die Piloten ein gewisses Maß an Erfahrung und Flugstunden. Denn es können auch noch ganz andere Arten von Luftbeobachtung angefordert werden. Zum Beispiel um einen Lagebericht bei einem Hochwasser zu erstellen.
Um Waldbränden vorzubeugen sollte jeglich Zündquellen vom Wald fernbleiben.