Lernlust statt Lernfrust

Schrobenhausen (intv) Im September 2014 hat das bayerische Kultusministerium ein neues Schulentwicklungsprogramm eingeführt. Eine wesentliche Neuerung: Die so genannte Elternarbeit sollte umgestaltet werden – in eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule. In den vergangenen zwei Jahren hat sich zwar vielen Schulen etwas getan. Doch oftmals herrscht bei den Schülern weiterhin wahrer Lernfrust. In Schrobenhausen war das jetzt sogar Thema eines Bühnenprogramms.

Die Diplom-Pädagogin und mehrfach prämierte Referentin Jutta Wimmer war mit ihrem kabarettistischen Vortrag „Lernlust statt Lernfrust“ nach Schrobenhausen gekommen. In einer abendfüllenden Veranstaltung griff sie mal auf theatralische, mal auf sachliche Weise die vorherrschenden Probleme auf. Eines davon: Die Sinnfrage. „Der innere Sinnsucher hebt bei den Schülern immer ein Schild hoch, auf dem steht: Ist das relevant für mich?“, so Wimmer im intv-Interview. Sei dies nicht positiv zu beantworten, sinke die Lernmotivation auf null. Vor allem am Gymnasium käme das Stoffpensum erschwerend hinzu, so die Referentin: „Wir haben eine ‚Zuvielisation‘ in den Lehrplänen.“

Die Veranstaltung war gewissermaßen der Auftakt zu einer speziellen Kooperation: Die Elternbeiräte der beiden Schrobenhausener Realschulen und des Gymnasiums arbeiten künftig eng zusammen, zugunsten der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Interviews mit den Elternbeiratsvorsitzenden sehen Sie in der aktuellen Ausgabe des Studio Schrobenhausener Land auf intv.

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