Landratswahl Neuburg-Schrobenhausen

17.03.2014

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen konnte der amtierende Landrat Roland Weigert (FW) mit 58,3 Prozent der Stimmen erneut überzeugen. Werner Widuckel von der SPD musste mit 11,6 Prozent hingegen eine herbe Niederlage einstecken. Roland Gaßner (CSU) erhielt 30,1 Prozent der Stimmen und zeigte sich dementsprechend enttäuscht – die Christsozialen hatten eigentlich die Stichwahl im Auge.

Unter dem Motto „Treffpunkt Kommunalwahl“ hatte das Landratsamt in Neuburg seine Türen für eine große öffentliche Wahlparty geöffnet. Per Beamer und im Internet konnte man die Schnellmeldungen verfolgen. Als die Überlegenheit des FW-Kandidaten feststand, machte sich Erleichterung breit: „Das ist eine beeindruckende Aussage der Wähler, die für unsere Arbeit der letzten sechs Jahre spricht“, freute sich Wahlgewinner Weigert.

Enttäuschte Minen unterdessen bei der CSU. „Ich hatte mir für unseren Kandidaten schon ein bis zwei Prozent mehr erhofft“, sagte Kreisvorsitzender Alfred Lengler. Der Wahlkampf sei mit über 160 Veranstaltungen sehr engagiert gewesen. Immerhin freuten sich die Christsozialen über die Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen; in vielen Kommunen des Landkreises stellt die CSU das Gemeindeoberhaupt wieder mit klarer Mehrheit. „Vielleicht konnten wir damit den Rückhalt in der Bevölkerung etwas zurückgewinnen“, so der unterlegene Landratskandidat Roland Gaßner. In seinem Heimatort Aresing beispielsweise regiert nun nach 30 Jahren SPD-Herrschaft wieder die CSU.

Auch Gaßners Mitbewerber Werner Widuckel tröstet sich mit anderen Fakten über die Niederlage bei der Landratswahl hinweg: „Der Wahlkampf war sehr fair, diese gute Zusammenarbeit wollen wir nun in den Kreistag übertragen“, so der SPD-Kandidat.

Ausgezählt wurden die Kreistagsergebnisse mancherorts noch mitten in der Nacht. Auch dabei zeichnete sich ein beachtlicher Erfolg für die Freien Wähler ab, diese kommen aktuell auf 21 von 60 Sitzen (Stand: 17.03., 12:00 Uhr). Die CSU wird die Überlegenheit mit 24 Sitzen wohl verteidigen können. Drittstärkste Partei ist die SPD mit 9 Sitzen. Mit den endgültigen Ergebnissen der Kreistagswahl wird am Dienstag gerechnet.