Landrat Martin Wolf hört 2020 auf

Martin Wolf wird zur Kommunalwahl im April 2020 sein Amt als Landrat des Landkreises Pfaffenhofen vorzeitig niederlegen. Darüber informierte Wolf Dienstag früh die Presse. Wolf wäre als Landrat noch bis 2023 gewählt gewesen. Als Gründe für sein vorzeitiges Ausscheiden führt er sein Alter ins Feld, 2020 wird Wolf 64 Jahre alt, „zu alt für so ein Spitzenamt“, wie er findet, er wünscht sich eine jüngere Person, „die noch mitten im Leben steht“. Selbstverständlich war auch sein schwerer Motorradunfall ein einschneidendes und prägendes Erlebnis in Wolfs Leben. „Ich habe gut ein halbes Jahr über diese Entscheidung nachgedacht, habe etliche wichtige Gespräche geführt. Die Energie zu einem weiteren eigenen Wahlkampf fehlt mir“, so Wolf heute Vormittag im Landratsamt.

Doch er hat die Energie weiterzuarbeiten, bis zum letzten Tag im April 2020, das hat sich Wolf fest vorgenommen. Fünf Quartale als Landrat bleiben ihm noch, in dieser Zeit möchte er die beiden großen Themen Digitalisierung und Klimaschutz weiter vorantreiben. „Ich möchte keine Abschiedstournee daraus machen, das habe ich mir fest vorgenommen.“ Und Wolf weiter: „Ich kann noch keine Ruhe geben.“ Er könnte sich vorstellen, zu seinem alten Arbeitgeber, dem Landwirtschaftsministerium zurückzukehren, oder selbst in die Wirtschaft zu gehen. „Ich habe als Landwirtschaftsberater immer anderen gesagt, wie es richtig geht, es aber nie selbst beweisen müssen, das würde mich noch reizen.“ Aus seiner politischen Rolle möchte er komplett aussteigen, ein Amt als Kreisrat oder Ähnliches kann er sich im Moment nicht vorstellen.

Für den amtierenden Landrat sei es noch zu früh um über mögliche Nachfolger zu sprechen. „Da sind die Parteien jetzt gefragt.“