Kunstverein Industriemalerei

Schrobenhausen (intv) Landschaften, Stillleben oder das menschliche Portrait – das sind
seit Jahrhunderten gängige Motive in der Kunst. Wie malerisch hingegen kann ein
Hochofen sein – oder eine Erdölraffinerie? Durchaus lohnende Vorlagen für einen
Kunstschaffenden. Selbst der bedeutende Maler Vincent van Gogh begann seine
künstlerische Laufbahn mit dem Zeichnen von Kohlebergwerken. Der Schrobenhausener
Kunstverein widmet dem Thema „Industriemalerei“ derzeit eine eigene Ausstellung.
Gezeigt werden die Werke der österreichischen Malerin Monika Breitenfellner. Die 50-
jährige stammt aus Linz, der Hauptstadt Oberösterreichs, die schon Mitte des 20.
Jahrhunderts als „Stahlstadt“ bekannt war. Vielleicht wurde der Künstlerin eine gewisse
Affinität zur Industrie ja irgendwie mit in die Wiege gelegt? „Die Spannung im Bild, die
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diese Anlagen vermitteln, sind mir wichtig“, so Breitenfellner, „und das Vergängliche der
Industrie“. Destillationskolonnen, Fördertürme oder Schornsteine in ganz Europa hat
Breitenfellner mittlerweile abgebildet. Nicht selten wurde sie bei ihrer Arbeit vor Ort der
Industriespionage verdächtigt.
Auch in Schrobenhausen hat die Malerin bereits eine örtliche Firma zum Motiv gemacht:
Die Papierfabrik Leipa findet sich auf zwei Gemälden, die bis zum 19. März in der
aktuellen Ausstellung „Industrieobjekte“ des Kunstvereins Schrobenhausen zu sehen
sind. Die Galerie hat jeweils donnerstags, samstags und sonntags geöffnet.
http://www.atelier-mb.at
http://www.kunstverein-schrobenhausen.de