Hebammensuche Kreiskrankenhaus

Schrobenhausen (intv) Seit fast einem halben Jahr ist die Tür zum Kreißsaal geschlossen. Die Geburtshilfe-Station am Kreiskrankenhaus Schrobenhausen steht still. Der Grund: zu wenige Geburten – und vor allem: Hebammen-Mangel. Bis Ende des Jahres läuft die Frist, die sich der Aufsichtsrat gesetzt hat. Viele Menschen kämpfen derzeit für einen Erhalt der Station. Allen voran: Schrobenhausens Bürgermeister.

„Ich bedauere die Schließung sehr und werde alles daran setzen, dass wir die Geburtshilfe bald wieder eröffnen können“, so Stephan, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Krankenhaus-Aufsichtsrates ist.

Seit der Stilllegung der Geburtenstation am 1. April hat Stephan zahlreiche Aufrufe getätigt, Anzeigen geschaltet und jetzt sogar die bayerische Gesundheitsministerin um Hilfe gebeten. Für Oktober hat der Schrobenhausener Bürgermeister ein bayernweites Treffen anberaumt – für rund 60 Amtskollegen aus Städten, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Stephan will damit eine „Allianz der Bürgermeister für den Erhalt der Geburtsstationen im ländlichen Raum“ schaffen.

Für einen 24-Stunden-Betrieb der Station am Schrobenhausener Kreiskrankenhaus sind mindestens zwei weitere Hebammen erforderlich. Auch Teilzeitmodelle seien denkbar, sagt Stephan. Der Bürgermeister hofft nun bis Jahresende auf Bewerbungen.

Einen Bericht zur Geburtshilfe-Station sehen Sie am 23. September im Studio Schrobenhausener Land auf intv.

http://www.kkh-sob.de/
http://www.intv.de/sob