FC Ingolstadt trennt sich von Harald Gärtner

Ingolstadt (intv) Es ist ein echter Paukenschlag mitten in der entscheidenden Phase des Abstiegskampfes. Der FC Ingolstadt 04 hat sich am Mittwoch-Nachmittag mit sofortiger Wirkung von seinem Geschäftsführer und Interims-Sportdirektor Harald Gärtner getrennt.
Vier Tage vor dem richtungsweisenden Spiel gegen den direkten Konkurrenten Sandhausen will sich der Verein neu ausrichten – steht nun aber erst mal ohne sportliche Führung da. Geschäftsführer Franz Spitzauer und Prokurist Florian Günzler übernehmen die Aufgaben in Absprache mit Trainer Jens Keller interimsmäßig. Dass die Trennung zur sportlichen Unzeit kommt, lässt der Vorstandsvorsitzende Peter Jackwerth nicht gelten. „Ein Harald Gärtner hat kein Trikot an und steht auch nicht auf dem Platz. Aus sportlicher Sicht sind das Trainerteam und die Mannschaft gefordert, das hat mit der Entscheidung überhaupt nichts zu tun“, stellt Jackwerth klar.
Dennoch ist bei der Suche nach einem Nachfolger für Gärtner Eile geboten, denn die Planungen für die neue Saison laufen – ligaunabhängig – bereits auf Hochtouren. „Wir hoffen baldmöglichst einen Nachfolger präsentieren zu können. Aber das Profil des Neuen muss uns überzeugen, und unsere Philosophie muss auch der neue Geschäftsführer Sport mittragen. Ob der Nachfolger dann auch die Aufgaben des Sportdirektors übernimmt, oder ob er das in Personalunion mitmacht, hängt dann von dem Kandidaten ab“, blickt Jackwerth voraus.
Dass sich die Wege der langjährigen Gefährten und Architekten der Schanzer Erfolgsgeschichte nun trennen sieht Jackwerth mit einem lachenden und weinenden Auge: „Es ist natürlich eine Zäsur und der Verein verliert auch ein Stück seiner Seele. Aber an unserer Freundschaft wird sich natürlich nichts ändern und ein Harald Gärtner wird auch immer eng mit dem FC 04 verbunden bleiben. Er hat sich auch vom ganzen Team und der Mannschaft verabschiedet und klar gesagt, dass seine Tür immer offen steht und sie den Klassenerhalt schaffen. Aber jetzt soll er erst mal zur Ruhe kommen und seinen Akku wieder aufladen. Er ist ja auch erst 50 Jahre alt, wir werden ihn also bestimmt im Profifußball wieder sehen“.