Einführung Johann Schuster als Feldgeschworener

Neumarkt (intv) Das Amt des Feldgeschworenen ist eines der ältesten kommunalen Ehrenämter in Bayern. Sie unterstützen die staatlichen Vermessungsbehörden und sind dabei die Hüter von Grenzsteinen und Grenzmarken. In Bayern gibt es fast 21.000 Feldgeschworene, im Landkreis Neumarkt zur Zeit 257, davon 12 im Neumarkter Stadtgebiet. Verstärkt wurden sie heute Mittag durch Johann Schuster. Der ehemalige Mitarbeiter im Neumarkter Vermessungsamt wurde, bei einem Pressetermin im Baugebiet Woffenbach-West, als neues Mitglied im Kreis der Feldgeschworenen vorgestellt und kam auch gleich zum Einsatz. 49 Jahre lang war Johann Schuster Angestellter im Neumarkter Vermessungsamt, fast folgerichtig, dass sich der 64-jährige um das Ehrenamt beworben hat. Auch in Zeiten von Digitalisierung und GPS leisten die Feldgeschworenen eine wichtige Arbeit. Als Beispiel für den Spagat zwischen moderner Technik und herkömmlicher Arbeitsweise, nennt der Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Ludwig Seger den Einsatz von Satelliten, zur Positionsbestimmung auf der Erde. Bei Abschattungen, beispielsweise durch Bäume, oder hohe Hauswände, liefert die Satellitennavigation keine brauchbaren Ergebnisse. Hier kommen die herkömmlichen Messmethoden vor Ort wieder zum Einsatz und damit auch das Wissen der Feldgeschworenen vor Ort.