Ein Hoch auf Albert Wittmann

23.10.2015 (intv)
Das Durchatmen ist groß im politischen Ingolstadt. Denn absehbar bleiben die Folgen des VW-Abgasskandals überschaubar. Zwar wird sich im nächsten Jahr der Gewerbesteueranteil aus dem Audi-Mutterhaus nahezu halbieren. Doch dank üppiger Rücklagen bleibt genügend Geld für Investitionen in Kitas, Schulen und Straßen. Etwa 170 Millionen Euro sind für 2016 eingeplant. So war gestern im Finanzausschuss zwar von einer Notsituation die Rede doch gleichzeitig war auch Optimismus angesagt. Sozusagen als politisches Signal hat Finanzbürgermeister Albert Wittmann die Schätzung der Einkommenssteuer auf 80 Millionen angesetzt. Das sind 10 Millionen mehr als im laufenden Jahr und durchaus realistisch. Denn bei Audi läuft die Produktion, die Absatzzahlen stimmen und die Mitarbeiter sind hochmotiviert. Außerdem wird laufend neu eingestellt, das heißt auch mehr Einkommenssteuer für Ingolstadt und die angrenzenden Landkreise. „Da sind 80 Millionen durchaus realistisch“ meint Markus Reichhart in der gestrigen Sitzung des Finanzausschuss. Die Hoffnung: Audi bleibt vom VW-Abgasskandal weiter verschont. So sind die weit weniger sprudelnden Steuerquellen weiter wohl bewusst Die Folge : Ein Schulterschluss aller politischen Kräfte und ein dickes Lob an den Kämmerer besonders von den Ausschussprechern Hans-Joachim Werner (SPD) und Petra Klein (B’90 / Grüne).