Deutsche Sprache, schwere Sprache

Neuburg a.d. Donau (intv) Das erfahren die zehn Teilnehmer des Integrationskurses gerade am eigenen Leib. Doch davon lassen sie sich nicht unterkriegen. Mira, Sahara, Hassim, Fawaz und Co wirken wissbegierig und lernfreudig. An der vhs Neuburg bringt ihnen die 23-jährige Freyja Fritsch das Alphabet und die lateinischen Buchstaben näher. „Im Endeffekt ist es eigentlich nichts anderes, als wenn man mit Grundschulkindern arbeitet. Natürlich ist es von der Didaktik her unterschiedlich, mit Erwachsenen geht man anders um. Aber die Alphabetisierungsmethoden sind die gleichen, man versucht Ihnen über die Phonem-Graphem-Korrespondenz, sprich vom Laut zum Buchstaben, Deutsch beizubringen.

So motivierte Sprachlehrer wie Freyja sucht die vhs Neuburg noch händeringend, vor allem weil immer mehr Flüchtlinge Alphabetisierungskurse besuchen wollen. „Sie hat sich bei mir gemeldet und daher, dass Sie schon einen Bachelorabschluss hatte, war es auch kein Problem mit der Zulassung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Wer als Integrationskursleiter arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. einen sprachlichen Berufsabschluss“, erklärt vhs-Leiterin Christa Jerominek-Mundil.

Javad, Estefanos und Siad haben noch ein bisschen Zeit, an ihrem Deutsch zu feilen. Der Anfängerkurs dauert noch bis Juli an. Danach geht es dann vielleicht schon in den Fortgeschrittenenkurs, um sich im Alltag noch besser verständigen zu können.