Details nach Audi Razzia

Ingolstadt (intv) Nach der Razzia bei Audi am vergangenen Mittwoch kommen immer mehr Details ans Licht. Wie die Bild am Sonntag berichtet, haben die Ermittler auch die Büros von Audi-Chef Stadler und VW-Chef Müller durchsucht.

Nach Informationen der Zeitung suchten die Ermittler nach Materialien mit Bezug auf den Abgasskandal, zum Beispiel in Vorstandsprotokollen oder E-Mails. Laut Spiegel online haben die Ermittler auch nach Notizbüchern und Smartphones von Audi-Chef Stadler gefahndet. Dem Nachrichtenmagazin liegt der Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft vor. Demnach sollten die Ermittler bei insgesamt 47 Personen nach Hinweisen suchen. Unter den Namen finden sich viele Entwickler, aber auch die ehemaligen Audi-Vorstände Ulrich Hackenberg und Wolfgang Hatz und eben auch Audi-Chef Rupert Stadler. Konkrete Beschuldigte gibt es in dem Verfahren laut Staatsanwaltschaft aber noch nicht.

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung. Audi soll mindestens 80.000 Fahrzeuge in die USA verkauft haben, bei denen eine Betrugssoftware die Abgaswerte beschönigt. Audi und VW haben bereits betont, man wolle mit den Ermittlungs-Behörden kooperieren.