Bürger wollen Umgehungsstrasse statt Flüchtlinge

Weichenried (intv) Ein eisiger Wind bläst durch den Ort. Doch der ist kaum zu hören. Denn 12.000 Lastwagen und PKW rollen täglich durch Weichenried. Deren Lärm schluckt auch die Gespräche der Bürger, die sich direkt an der Bundesstraße versammeln. Sie sind schon lange enttäuscht, weil sie seit mehr als 40 Jahren keine Umgehungsstraße an der B 300 bekommen haben. Doch jetzt sind sie auch noch empört: Anlass ist ein Schreiben vom Bürgermeister. Darin kündigt Manfred Russer an, dass 30-40 Flüchtlinge in Weichenried untergebracht werden sollen. Unter anderem in zwei Häusern, die Anwohner an den Staat verkauft haben. Damit die Planer Platz für den lang ersehnten Bau der Umgehungsstraße haben. Dass ausgerechnet diese Häuser jetzt mit Flüchtlingen belegt werden sollen, macht die Weichenrieder richtig sauer. Sie sammeln Unterschriften dagegen. Doch Bürgermeister Russer versichert im Interview mit intv, dass die beiden für die Unterbringung vorgesehenen Häuser nie abgerissen werden sollten. Deshalb würden die Pläne den Bau der Umgehungsstraße auch nicht verzögern. Die Bürgersprechstunde konnte hier keine Klarheit bringen. Am 25. Februar soll es einen Informationsabend geben.