Blutspendedienst wird neu organisiert

Pfaffenhofen (intv). Ihr Zeigefinger steckt in einem Gummihandschuh. Lange tastet die Fachfrau vom BRK-Blutspendedienst in der Armbeuge des Kreisgeschäftsführers Herbert Werner. Doch sie findet keine geeignete Ader für eine Blutspende. Der Chef vom Kreisverband kennt das Problem schon von diversen Arztbesuchen. Er ist nicht der einzige Prominente, der will, aber heute nicht zur Ader gelassen werden kann. Auch Landrat Martin Wolf durfte kein Blut spenden – er war erst kürzlich auf einer Dienstreise in China. Auf einer Landkarte hatte er dem untersuchenden Arzt die Route gezeigt – und erst hier erfahren, dass er neben einem Malariagebiet unterwegs gewesen ist. Natürlich ist Martin Wolf kerngesund, er will die Spende vier Wochen später nachholen. Der Andrang der Bevölkerung in der neuen BRK Kreisgeschäftsstelle ist zum Glück groß. In den Ferien ist das nicht überall so, weiß Edmund Chmeliczek. „Bayernweit brauchen wir 2000 Vollblutspenden. Tag für Tag!“ 16 Prozent davon für Unfallopfer. Weit mehr jedoch in der Krebstherapie. Ein Viertel sämtlicher Blutspenden wird dafür verwendet. Die nächsten Termine in der Region erfahren Sie unter www.blutspendedienst.com.