Aussichten Metall- und Elektroindustrie

An sich läuft es gut in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Allein im vergangenen Jahr wurden 18000 neue Jobs geschaffen, davon fast 2000 in der Region. Doch der Blick ins Neue Jahr ist getrübt – vor allem der Export befürchtet massive Umsatzeinbußen in Rußland und FernOst. Völlig offen sind zudem die Folgen des VW-Abgasskandals – ein Damoklesschwert für die Branche hieß es heute beim Jahresauftakt-Pressegespräch in Ingolstadt Denn je höher die Schadensersatzforderungen in den USA, desto kleiner wird der Spielraum des Konzerns, so der Regionsvorsitzende der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber Helmut Krauss. Das bedeutet dann vielleicht ein niedrigeres Auftragsvolumen für die hiesigen Zulieferer. Auf alle Fälle heißt es Kosten sparen, so der Verbandschef. Allein die Forderung nach Arbeitszeitflexibilität verspricht Konfliktpotential in den anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektro Industrie. Gedämpfter Optimismus auch an der Job-Front. Waren es 2015 in der Region noch fast 2000 neue Arbeitsverhältnisse, dürften es es heuer nur etwa 500 sein.