Amphibienwanderung

Der Weg von ihren Überwinterungsplätzen zu ihrem Laichplatz führt oft über eine Straße. So wie hier in Spitalhof. Dort ist schon eine Krötenleitanlage fest installiert mit zwei Tunneldurchlässen. Viele Amphibien, vermehrt Erdkröten und Grasfrösche nutzen sie zum durchwandern, doch oft reicht das nicht aus.
Denn die Wanderstecke kann breiter werden. Und dann kommen die grünen Zäune ins Spiel, welche man ja auch oft am Straßenrand sieht. Dahinter sind Eimer die dann regelmäßig über die Straße getragen und geleert werden. Organisationen wie der LBV oder die Naturschutzwacht Ingolstadt und Ehrenamtliche helfen mit, die Eimer über die Straße zu tragen.
Natürlich schlüpfen hier und da auch welche durch den Zaun oder die Wanderstrecke breitet sich noch mehr aus, dann springen sie über die Straße. Amphibienwarnschilder weisen die Verkehrsteilnehmer auf solche Stellen hin. Den Kröten sollte Ausgewichen und nicht zwischen den Reifen überfahren werden. Schon bei 30 km/h entsteht ein solcher Unterdruck das die dünne Haut der Tierchen platzt und sie sterben. Landwirtschaft und Bebauungen bergen Gefahren für Amphibien, Denn die Tiere laichen fast immer an der selben Stelle. Die Tiese weichen nur seltenst auf andere Gewässer aus. Das heißt, wenn Teiche verschwinden können Lokale Arten aussterben. Auch künstlich angelegte Teiche nehmen die Kröten nicht gut an. Dieses Jahr ist die große Krötenwanderung noch ausgefallen, trotz perfekter Bedingungen von 5 Grad und Regen. Woran das liegt, wissen selbst die Experten nicht ganz genau. Man muss die Tiere noch stärker schützen.
Ihre Lebensräume sind gefährdet durch die Pesdiziede in der Landwirtschft. Mit ihrer dünne Haut nehmen sie diese schnell auf und sterben oder essenvergiftet Insekten und Würmer, appeliert Monika Stautner.
Ob es wirklich einen großen Rückgang gibt stellt sich erst Ende April heraus.