Amadeus

Nach dem Tod Mozarts in Wien kursierten viele Gerüchte und Verschwörungstheorien um das ausgeflippte Genie, der durch seine Genialität den sechs Jahre älteren Musiklehrer und Kammerkompositeur Antonio Salieri fast in den Wahnsinn trieb. In Peter Shaffers Stück „ Amadeus“, einer Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit, beichtet Salieri am Sterbebett, er habe das Mozart ermordet. Sein Motiv: das Erkennen der eigenen Mittelmäßigkeit und das Gefühl, von Gott übergangen worden zu sein, weil dieser alles Talent an den infantilen Flegel und Lebemann Mozart verschwendet habe. Das Stück ist keine Biografie und erhebt dadurch auch nicht den Anspruch der historischen Korrektheit. Vielmehr geht es hier um ein großzügiges Porträt Mozarts aus dem Blickwinkel Antoio Salieris, dem Hofkomponisten des österreichischen Kaisers Joseph II. Die Freilichtproduktion des Stadttheaters im Turm Baur geht bis 22.Juli. Karten unter 0841- 30547200.