19. Ingolstädter Halbmarathon

Ingolstadt (intv) Wirklich einladend war das Wetter am Samstag beim 19. Ingolstädter Halbmarathon nicht. Fünf Grad standen auf dem Thermometer: für die Läuferinnen und Läufer kein Problem, schon eher für die Zuschauer. Die strömten aber trotzdem in Massen in die Innenstadt. So viel Sportbegeisterung überraschte selbst die Veranstalter.

Mit dabei: einige Lokalmatadore. Allen voran Sebastian Mahr. Der Ingolstädter Profi-Triathlet wollte beim Heimrennen endlich den Sieg holen. Weitere Favoriten: Matthias Ewender mit der Startnummer zwei und Vorjahressieger Markus Stöhr. Letzterer konnte heuer aber nicht mit der Spitzengruppe mithalten. Vom Start weg war es ein Quintett, das den Takt vorgab. Ewender und Mahr waren dabei, aber auch Emanuel Krieg, Philipp Bertsch und der am Lauftag nachgemeldete Endisu Getachew. Die ersten Kilometer liefen die Fünf in Zeiten von rund 3:20 Minuten. Ab Kilometer elf musste der selbst ernannte Topfavorit Sebastian Mahr abreißen lassen. Er war gesundheitlich nicht ganz auf dem Damm und landete am Ende auf Platz fünf.

Vier Kilometer vor dem Ziel schrumpfte die Spitzengruppe auf drei Mann. Ewender, Getachew und der für Continental gestartete Krieg machten den Sieg unter sich aus. Bei Kilometer 19 zog der Äthiopier und bayerischer Marathonmeister von 2017 noch einmal an – und kam als Erster ins Ziel. Die Siegerzeit: 1:11:31. Nur sechs Sekunden dahinter Matthias Ewender. Zum zweiten Mal in Folge Platz zwei.

Bei den Damen war es weniger spannend. Topfavoritin Kristin Liepold dominierte ihre Konkurrenz und hatte nach 17 Kilometern bereits zwei Minuten Vorsprung. Den ließ sich die Ingolstädter Triathletin auch nicht mehr nehmen. In einer Stunde, 20:11 lief die 35-Jährige durchs Ziel. Gerade einmal 17 Männer waren an diesem Tag schneller als die viermalige Ironman-Siegerin. Zweitbeste Frau wurde Tina Fischl. Die Gesamtbilanz: 2121 Starter erreichten das Ziel – und bewiesen damit: 21,1 Kilometer können auch bei diesem Wetter Spaß machen.