Mauschelvorwürfe gegen Ingolstädter Verwaltung und Politik

Ingolstadt (intv) Es war erst im Februar dieses Jahres, als Schüler, Lehrer, Amtspersonen und Würdenträger das neue Schulzentrum Südwest feierlich eingeweiht haben. Das Feiern ist den meisten allerdings schnell vergangen. Denn das 65 Millionen Euro Projekt wird derzeit von einem Prozess überschattet, der es in sich hat. Der Vorwurf: Architekten sollen lange vor der öffentlichen Ausschreibung für den Bau des Schulzentrums entscheidende Informationen erhalten und danach auch den Zuschlag bekommen haben. Ursprünglich hatte Richter Christian Veh fünf Verhandlungstage für den Prozess angesetzt. Nun könnte sich das Verfahren allerdings noch etwas nach hinten verschieben. Denn Verteidiger Arne Gietl stellte am vierten Verhandlungstag einen Beweisantrag, in dem er neue Zeugen aus der Stadtverwaltung laden möchte – darunter Kulturreferent Gabriel Engert oder die Personalratsvorsitzende Sylvia Schwarz. Sie sollen Licht ins Dunkel bringen und die Mauschelvorwürfe widerlegen. Die Anschuldigungen stammen von einer ehemaligen Mitarbeiterin der Stadt, die zur Zeit freigestellt ist. Gietl verteidigt den stellvertretenden Hochbauamtschef. Des Weiteren auf der Anklagebank: Drei Architekten aus zwei verschiedenen Architekturbüros sowie der Leiter des Hochbauamts. Die Verhandlung wird am 29. August fortgesetzt.

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