Mauscheleien beim Schulbau: Neuauflage im Hochbauamtsprozess

Ingolstadt (intv) Beim Bau des Schulzentrums Südwest in Ingolstadt soll es Mauscheleien gegeben haben. Deshalb hat das Amtsgericht letztes Jahr den Chef des Ingolstädter Hochbauamts, dessen Vertreter und drei Mitarbeiter beteiligter Architektenbüros zu Geldstrafen verurteilt. Seit heute beschäftigt der Fall jetzt das Ingolstädter Landgericht. Dort findet die Berufungsverhandlung statt. Sie bleiben dabei: wie auch schon im ersten Verfahren weisen die fünf Angeklagten alle Anschuldigungen zurück. Illegale Wettbewerbsabsprachen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Diese sollen den beteiligten Architekten beim Bau des neuen Schulzentrums Südwest Vorteile verschafft haben. Der Leiter des Ingolstädter Hochbauamts hat sich heute nicht weiter zur Sache geäußert. Sein Stellvertreter beteuerte, dass es bei der Auswahl der Architekturbüros keine Absprachen gegeben hat. Alle Beteiligten betonten außerdem, dass sie keinerlei Erfahrungen mit Auswahlverfahren dieser Art hatten. Der Prozess ist vorerst auf elf weitere Tage angesetzt. Der Richter verkündet das endgültige Urteil voraussichtlich im Februar.