Marina I. repräsentiert die Bayerische Kartoffel

Schrobenhausen (intv) Amtsübergabe die nächste: Bereits drei Tage nach der Spargelkönigin wurde nun auch die Bayerische Kartoffelkönigin in Schrobenhausen gekrönt. Marina Heigl nahm die Insignien feierlich von ihrer Vorgängerin in Empfang. Die 23-jährige stammt aus Karlshuld und lebt mittlerweile in München – des Berufs wegen. Sie ist jedoch regelmäßig auf dem elterlichen Betrieb im Donaumoos zu Gast. Vor allem jetzt, da die Erntezeit naht.

Nebenbei ist Marina I. begeisterte Tänzerin. Und so legte sie zusammen mit der Münchener DanceCompany Angelica Ebel vor der Krönungszeremonie eine beeindruckende Showeinlage aufs Parkett. „Tanzen und Kartoffeln, das passt schon gut zusammen“, meint Marina. Während ihrer Amtszeit wird sie jedoch auf der Bühne etwas kürzer treten. Immerhin warten viele Termine auf sie und ihre Vorgängerin Kathrin Schoderer. Die wiederum führt ein ähnliches Doppelleben: Hauptberuflich arbeitet sie bei den Neuburger Maschinenringen, während der Saison hilft sie auf dem Heimathof in Berg im Gau.

Der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist das größte Kartoffelanbaugebiet Bayerns. Rund 300.000 Tonnen Kartoffeln werden pro Jahr geerntet. Bereits jetzt gibt es Frühkartoffeln; die Haupterntezeit beginnt jedoch Ende August. In diesem Jahr beträgt der Preis für die Knollen das rund 2,5-fache des Vorjahres. Zu schaffen macht den Erzeugern jedoch die derzeitige Hitze. „Trockenheit ist nicht schlimm, aber mehr als 30 Grad vertragen die Pflanzen nicht auf Dauer“, so Norbert Ziegler vom Erzeugerverband Qualitätskartoffeln. Bleibe Wasser weiterhin aus, rechnet er für dieses Jahr mit einem Minderertrag.

Heiße Eindrücke der anderen Art gab es unterdessen beim diesjährigen Fotoshooting, an dem nicht nur amtierende (Vize-)Königinnen teilnahmen, sondern auch viele ihrer Kolleginnen. Dabei setzen die jungen Damen die tollen Knollen ansprechend in Szene. Der Fotokalender „Heiße Kartoffel“ soll im Oktober vorgestellt werden.

Auch das Haus im Moos hat sich in diesem Jahr ganz der Nutzpflanze gewidmet. In der Sonderausstellung „Kartoffelland Neuburg-Schrobenhausen“ kann man sich noch bis Mitte September über Anbau, Sorten und Verarbeitung informieren.