Maler, Metaller oder Kinderbetreuer

Ingolstadt (intv) In unserer kleinen Serie vom „Flüchtling zum Azubi“ begleiten wir Teilnehmer des Kurses Bayern Turbo. Dabei geht es um ausgewählte Asylbewerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit und guter Schulbildung, die auf eine Ausbildung vorbereitet werden. Nachdem wir uns schon die Talente in Theorie und Deutschkurs angeschaut haben, ging es heute an die Praxis. Genauer gesagt an Pinsel und Farbe. Bei Bayern Turbo sollen aber nicht etwa alle Maler werden. Die Qualifizierungsmaßnahme soll vielmehr helfen, herauszufinden: Wer arbeitet gründlich und genau, wer hilft anderen Kursteilnehmern und auch ein bisschen Mathe ist bei der Aufgabe mit dabei. Aber nicht nur: „Auch die Farbenlehre spielt mit hinein. Wir haben nur die Grundfarben gelb, rot und blau und daraus sollen dann auch Orange- oder Grüntöne entstehen. Und sie sollen helle Farben verwenden“, erklärt Ausbilder Oliver Wirth.

Und wenn der ein oder andere sagt, Malern macht Spaß und er kann sich das als Beruf vorstellen, hat Jobcoach und Kursleiter Mustafa Bezgin gleich ins Schwarze getroffen. „Wir versuchen natürlich nach den Wünschen der Flüchtlinge Praktikumsplätze zu finden, die auch, nach Möglichkeit, gleich mit einem festen Ausbildungsangebot verknüpft sind.“

Schon Anfang Mai starten die jungen Männer und Frauen in erste Parktika bei regionalen Betrieben. Die Berufswünsche gehen bei den Flüchtlingen weit auseinandern. Metall und Baugewerbe ist dabei, genauso wie Kindergärtnerin. Dazu hat es bereits positive Gespräche mit einem Kindergarten in Winden gegben.