Majestätische Ernte: Mit der Spargelkönigin auf dem Acker

Pörnbach (intv) Bevor sie zur Tat schreitet, zieht sie sich Gummihandschuhe über. Schließlich erwartet jedermann von der amtierenden Schrobenhausener Spargelkönigin makellos schöne Hände. Auch wenn sie wie alle ihre Vorgängerinnen von einem Spargelhof stammt und in der Saison viel Zeit auf dem Acker verbringt. Hauptberuflich ist Martina Maurer im Lebensmittelhandel beschäftigt. Trotzdem ist sie an Feldarbeit gewöhnt. Mit geschultem Blick erkennt sie auf dem Bifang genannten Erdwall, in dem das königliche Gemüse wächst, wo genau eine Spargelstange unmittelbar unter der Erde ans Tageslicht strebt. Für Laien sind diese feinen Risse nicht von anderen Erdstrukturen zu unterscheiden. Der Zeige- und der Mittelfingern Ihrer Majestät setzen die weißen, edlen Stangen frei. Hier bewähren sich die Handschuhe. Mit blanken Fingern ins Erdreich bohren, das wäre auf die Dauer richtig schmerzhaft und würde die Nägel verletzen. Für die Dreharbeiten mit intv hat sich Martina Maurer auf ein Feld der Familie Schmid begeben. Denn hier sind die Folien im Einsatz, die wie ein Gewächshaus aus Plastik die Erdwälle erwärmen und die weißen Stangen schneller wachsen lassen. Peter Schmid erläutert im Interview, wie der Orkan Niklas diese Folien weggeblasen und zerstört hat. An Wetterkapriolen sind die Bauern gewöhnt. Doch auch das neue Gesetz zum Mindestlohn bereitet den Spargelerzeugern Sorgen. Peter Schmid hält es für „nicht durchdacht“.