„Luisa ist hier“: Ein Hilfsangebot für Frauen im Ingolstädter Nachtleben

Ingolstadt (intv) An die Damen: Gehen Sie nachts gerne in Ingolstadt in eine Bar oder einen Club zum feiern? Und fühlen Sie sich da auch immer sicher genug? Oder sind sie schon einmal gegen Ihren Willen angefasst oder aufgehalten worden? Das Projekt der Beratungsstelle wirbelwind e. V. und der Stadt Ingolstadt „Luisa ist hier“, soll Frauen künftig mehr Sicherheit im Nachtleben geben.

Ist Luisa hier? – Mit dieser Frage, die wie eine Art Code funktioniert, können weibliche Partygäste dem Club- oder Barpersonal signalisieren, dass Sie gerade Hilfe benötigen. Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, Barabara Deimel erklärt: „Dabei muss es nicht immer gleich ein Übergriff sein, oder gleich richtige Gewalt. Manchmal fühlen sich Frauen einfach nur belästigt oder unwohl, können es manchmal auch noch gar nicht richtig einordnen, oder wissen nicht genau was jetzt passiert, aber möchten trotzdem ganz schnell irgendwie aus dieser Situation heraus kommen und dafür ist Luisa da.“

Hat Frau die Code-Frage gestellt, kümmert sich das im Vorfeld geschulte Personal diskret um die Hilfe-Suchende. Das kann zum Beispiel in Form eines Taxirufes sein. Über 30 Städte in Deutschland bieten diese Art der Hilfestellung bereits an. In Ingolstadt bringt Daniela Weinert von der Beratungsstelle wirbelwind e. V. das Projekt gerade ins Rollen. Clubs wie das diagonal und Amadeus konnte sie schon mobilisieren. In den kommenden Tagen ist sie aber noch in dr ganzen Innenstadt unterwegs um noch mehr Gastronomen für das Hilfeprojekt zu gewinnen, Plakate aufzuhängen und Flyer zu verteilen. Finden Sie vor Ort ein Luisa-Plakat, ist die Location auf jeden Fall dabei. Wer über das Luisa-Angebot hinaus eine Beratung wünscht, darf sich nach wie vor natürlich an wirbelwind e. V. wenden.