Lösung für die Pflege?

Ingolstadt (intv) Bisher waren die Ausbildungsrichtungen in der Pflege strikt getrennt: Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege. Laut einem Gesetzentwurf soll bis 2018 der Zusammenschluss zu einer einheitlichen Ausbildung zur Pflegefachkraft erfolgen. Bundestag und Bundesrat müssen zwar noch grünes Licht geben, Zustimmung findet die Reform bereits jetzt, beispielsweise beim Berufsbildungszentrum für Gesundheit in Ingolstadt.

„Sie lernen alle Lebensaltersstufen der zu Pflegenden kennen und durchlaufen alle Fachbereiche der Pflege, vor allem erlernen sie den pflegerischen Umgang mit Kindern. Schwerpunkte können sie dann auch in der Psychatrie und Pädiatrie setzen“, sprich eine Grundausbildung mit anschließender Spezialisierung, erklärt Wolfgang Lamprecht, Leiter des Berufsbildungszentrums für Gesundheit in Ingolstadt. Erst kürzlich, am 2. März hat das Bundesministerium für Gesundheit Eckpunkte der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung veröffentlicht. Lamprecht rechnet mit der Verabschiedung des Gesetztes noch vor der Sommerpause. Die neuen Pflegefachkräfte müssen kein Schulgeld bezahlen und bekommen eine Ausbildungsvergütung. Alles, um den Beruf attraktiver zu machen: „Die pflegerischen Einsätze werden flexibler, auch die Arbeitsplatzwahl wird für die Fachkräfte flexibler.“

2018 könnten die ersten Pflegefachkräfte ihre Ausbildung beginnen. Das BBZ will vorbereitet sein und ist vernetzter denn je. In den praktischen Teil kooperiert es neben dem Klinikum auch mit Kreiskrankenhäusern wie Eichstätt und Kösching. Neu dazu kommen ab April die Kliniken an der Paar in Aichach und Friedberg.