Lockstäbe für ranzige Wildkatzen: Forschung mit Duftmarken im Wald

Geisenfeld (intv) Düfte spielen bei der Paarung eine große Rolle. Darüber freut sich nicht nur die Parfumbranche, sondern auch der Bund Naturschutz. Der will sich dies zu Nutze machen, um die Population der Wildkatzen im Landkreis Pfaffenhofen zu erforschen. Dazu werden so genannte Lockstäbe in den Wäldern verteilt. Die verströmen einen starken Duft nach Baldrian. Für die Katzen unwiderstehlich. Die bayerischen Staatsforsten haben deshalb im Revier zwischen den Landkreisen Pfaffenhofen und Freising insgesamt 56 dieser Lockstäbe eingeschlagen. Das sind nichts anderes als handelsübliche Dachlatten. Die müssen sägerau bleiben, erklärt Forstwirt Alfred Schneider, der jeden einzelnen der 56 Pflöcke in einem riesigen Waldgebiet eigenhändig eingeschlagen hat. So bald die 40 Zentimeter hohe Latte im Boden steckt, nimmt Schneider seine Spraydose mit Baldrianduft aus dem Eimer und besprüht den Pflock damit. Vorher hat er das Holz noch mit seinem Taschenmesser mit Kerben präpariert. Darin sollen sich die Haare der Wildkatzen verfangen, wenn sich die ranzigen Tiere an den Stäben reiben, weil diese so wunderbar nach paarungswilligen Artgenossen duften. Die Haare werden dann genanalysiert, damit man abschätzen kann, ob und wo in unserer Region Wildkatzen unterwegs sind. Der Bund Naturschutz wird diese Aktion in ganz Bayern durchführen. Im Landkreis Pfaffenhofen vor allem in den Privatwäldern, den Revieren des Klosters Scheyern und des Wittelsbacher Ausgleichsfonds. Damit unterstützen Christine Janicher-Buska und ihre Mitstreiter vom Kreisverband den Aktionsplan Wildkatze.

 

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