Livestream aus dem Rathaus: Große Resonanz auf Videoübertragung

Ingolstadt (intv) Premiere gestern Nachmittag im Ingolstädter Stadtrat. Zum ersten Mal wurde die Sitzung per Videostream live übertragen. Jeder Bürger konnte sich so direkt ein Bild über die Arbeit der Stadträte machen. Dessen waren sich die Politiker auch bewusst und nutzten jede Gelegenheit für ausführliche Debatten. Es schien fast so als wäre die Tagesordnung des Stadtrates nur Nebensache. Thema Nummer eins war vor allem die Videoübertragung durch intv. Vier Kameras und eben so viele Mitarbeiter waren die ganze Sitzung über im Einsatz. Und das Interesse war da, der Livestream stieß auf große Resonanz. Bevor es an die Abstimmungen ging wurde Alexander Ring als berufsmäßiger Stadtrat vereidigt. Er wird zukünftig das Referat für Hoch- und Tiefbau leiten. Im Anschluss daran wurde das erste Mal heiß diskutiert. Gertrud Achtner sollte als Gleichstellungsbeauftragte freigestellt werden, um ins Kulturreferat zu wechseln. Für Aufregung sorgte ihr Wunsch, die Betreuung der Künstlerinnentage mitzunehmen. Am Ende entschied der Stadtrat mit 28 zu 23 Stimmen für den Wechsel. Viel Zeit nahmen sich die Politiker für die neun verschiedenen Sachanträge. So sollte beispielsweise über Bio-Angebote auf Volksfesten, die Nutzung von Recycling-Papier oder die Verkehrsführung im Stadtgebiet Nordwest entschieden werden. Die meisten Anträge wurden in Prüfanträge geändert. Das heißt sie gehen jetzt zur Prüfung in die zuständigen Ausschüssen. Erst danach wird erneut im Stadtrat entschieden. Lediglich die Anträge für Solarbeleuchtung in Ingolstadt und für Trinkwasserstationen an allen Ingolstädter Schulen wurden direkt verabschiedet. Nach vier Stunden waren alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Ob die Videoübertragung eine einmalige Sache bleibt, oder nicht, muss nun der Ältestenrat entscheiden. Die aktuelle Aufzeichnung kann aber noch zwei Wochen lang auf der intv-Mediathek abgerufen werden.

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