Lichtermeer rund um die Oase

Hohenwart (intv) Die Oase Steinerskirchen, mit acht Ordensleuten und einer Privatfamilie, eine der kleinsten Pfarreien der Welt, wird einmal im Jahr zum Pilgerzentrum für mehrere tausend Gläubige. Am Freitag kamen Menschen aus der ganzen Region, um an der traditionellen Marienwallfahrt mit Lichterprozession teilzunehmen. Zu Gast war Abt Markus vom Kloster Scheyern, der in seiner Predigt besonders auf die Bedeutung des kirchlichen Hochfestes Mariä Himmelfahrt einging.

„Für Katholiken ist es ein freudiges und zuversichtliches Fest, bei dem man über den Tellerrand des Lebens hinausschaut und Hoffnung in das Leben nach dem Tod setzt“, so der Benediktinerabt. Dazu gehöre Staunen ebenso wie Zweifeln.

Umrahmt wurde die Andacht von den Hohenrieder Musibuam, die mit Blasorchester traditionelle Marienlieder darboten. Pater Norbert Becker von den Herz-Jesu-Missionaren Steinerskirchen steuerte auf dem Keyboard Neue Geistliche Lieder bei. „Diese haben keine anderen Inhalte als in alten Zeiten, besingen das Geheimnis der Mutter Gottes jedoch mit modernen Texten und Rhythmen“, so Becker, der die meisten der Songs selbst komponiert hat.

Der große Moment war die Entzündung der Kerzen und die Prozession einmal um den Berg herum. Die einbrechende Dunkelheit verwandelte die Oase in ein besinnliches Lichtermeer. Zum Schluss gab es noch eine Brotsegnung; die „Steinerskirchener Wallfahrtsleiberl“ sind bei den Teilnehmern äußerst  beliebt, dementsprechend deckte man sich eifrig damit ein.

Wallfahrten sind jedoch nicht der einzige Anziehungspunkt der Oase Steinerskirchen, erklärte Pater Manfred Oßner gegenüber intv. Der Herz-Jesu-Missionar hat erst im Juni seine Tätigkeit im Bildungshaus aufgenommen und sich bereits bestens eingelebt. Kommenden Monat beginnt das neue Jahresprogramm mit vielen Kursen und Angeboten – von Meditation bis hin zu Kreativ- und Wellness-Wochenenden.