Letzter Neujahrsempfang von Alfred Lehmann

Ingolstadt (intv) Es war das letzte große Händeschütteln für Oberbürgermeister Alfred Lehmann. Mehr als 1.400 Gäste wollten dem scheidenden Stadtoberhaupt bei seinem letzten Neujahrsempfang im Stadttheater hören und die meisten von ihnen nutzten auch die Möglichkeit, persönliche Neujahrswünsche auszutauschen.

Dementsprechend begann die letzte Neujahrsrede von Lehmann auch etwas später als geplant, allerdings sorgten Jazzförderpreis-Träger Oliver Kügel und seine Band derweil für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Lehmann nutze seine Ansprache vor praktisch allen Würdenträgern und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben für einen Rückblick auf seine Amtszeit, ohne allerdings eine Gesamtbilanz über 12 Jahre Rathauspolitik zu ziehen. Die Quintessenz fasste er mit dem Satz zusammen, „in Ingolstadt ist die Welt in Ordnung“. Dabei lobte der Oberbürgermeister vor allem den Bürgerkonzern: „Uns geht es um das Wohl einer möglichst großen Zahl von Ingolstädterinnen und Ingolstädtern. Der Bürgerkonzern gehört den Bürgern und arbeitet für sie.“

Nach vielen aufgezählten Erfolgen in der Stadtentwicklung erhob Lehmann am Schluss seiner Rede aber auch kurz den Finger zur Mahnung: „Nach meiner Überzeugung werden wir nur dann eine gute Zukunft haben, wenn wir die gebotenen Chancen wahrnehmen.“ Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung der Gegner des Kongresszentrums. Ein Projekt, dessen Fertigstellung nicht mehr in die Amtszeit des scheidenden Oberbürgermeisters fallen wird. Bei der Kommunalwahl am 16. März tritt er bekanntlich nicht mehr an. Viele Hände wird er beim nächsten Neujahrsempfang der Stadt trotzdem auch im nächsten Jahr schütteln müssen. Dann aber als Gast wohl deutlich weniger als 1.400.