Legale Graffiti: Stadtjugendpflege Pfaffenhofen bietet Workshop an

Pfaffenhofen (intv) Vorsichtig schiebt der ältere Herr sein Fahrrad durch die dunkle Fußgängerunterführung. Überall stehen junge Leute und sprühen mit Spraydosen knallbunte Farbe an die Wände. Als er den Tunnel hinter sich hat, dreht er sich noch einmal um. Gelegenheit für den Reporter, ihn nach seiner Meinung zu fragen. Er findet es gut, dass die Unterführung mit großflächigen Motiven verschönert wird. Er hat ein Herz für Bilder, malt selbst in Öl. „Aber langsam werd´ ich dafür zu alt“, meint der nette Herr mit einem verschmitzten Lächeln. Die Teilnehmer am Graffiti-Workshop haben ihn vermutlich kaum bemerkt. Sie sind hochkonzentriert bei der Arbeit. Das Malen mit der Sprühdose ist anstrengend, erklärt eine Teilnehmerin. „Man unterschätzt, wie schwer das Ding nach einer Stunde wird,“ erklärt Franziska Huber. Wichtig sei vor allem der Schwung beim Sprühen. Nur so kommt die Farbe glatt an die Wand. Das bestätigt auch Kursleiter Andrea Dill: „Manchmal sieht es so aus, als ob wir an den Wänden tanzen, weil man mit dem ganzen Körper in Bewegung ist, vor allem bei großen Motiven.“ IZN-das hat Nicolas Nessman an die Wand gesprüht. Diese Kürzel haben keine echte Bedeutung. N steht für seinen Namen, aber I und Z hat er nur aus einem Buch mit Schriften ausgewählt, weil ihm diese Buchstaben am besten gefallen haben. Da wird dem neugierigen Betrachter dann auch klar, warum viele Graffititexte scheinbar sinnlos sind. All das konnten 15 Teilnehmer am Workshop in Pfaffenhofen lernen. Veranstaltet von der Stadtjugendpflege.