Leerstandsmanagement Schrobenhausen

Schrobenhausen (intv) Ort schafft Mitte. Schrobenhausen hat dieses Modellprojekt vor einigen Jahren für die Regierung von Oberbayern getestet. Mit Erfolg. Die Lenbachstadt konnte so effektiv gegen das Problem leerstehende Läden in der Innenstadt ankämpfen. Julia Malsam und ihre Kollegen sind gerade erst in ihr neues Geschäft am Lenbachplatz eingezogen.

Weil ihr altes Geschäft nicht barrierefrei war, sind Julia Malsam und ihr Team in einen neuen Laden umgezogen. Dabei haben sie vom Geschäftsflächenprogramm profitiert. Das Stadtmarketing und die Stadt fördern Schrobenhausener Händler, die innerhalb der Innenstadt umziehen. Mit dem Geschäft in eine größere Stadt zu gehen, kommt für Malsam nicht infrage. Sie ist seit 15 Jahren hier in Schrobenhausen und bleibt ihren Kunden treu.

Leerstehende Geschäfte sehe sie in Schrobenhausen nicht als Problem, erklärt die Augenoptikerin. Für ihr altes Geschäft hat das Stadtmarketing sofort einen neuen Händler gefunden. Oft spielen andere Aspekte eine Rolle, wie beim Öfelebräu. Hier macht der Stadt der Denkmalschutz einen Strich durch die Rechnung. Interessierte Investoren springen schnell wieder ab. Dennoch geht Schrobenhausen mit gutem Beispiel voran. Andere betroffen Kommunen kommen hierher, um sich Tipps zu holen.

Eine besondere Herausforderung sind allerdings die Geschäfte in den Gassen und in der Regensburger Straße. Hier greift die Förderung durch das Modellprojekt nicht. Aber vielleicht profitiert ganz Schrobenhausen in Zukunft von der neu gestalteten Innenstadt.