Lebensgefährtin mit dem Auto überfahren

Ingolstadt (intv) Es war ein Beziehungsdrama, das im Oktober vergangenen Jahres ein blutiges Ende genommen hatte. Ein damals 41-Jähriger Rumäne überfährt in Ingolstadt seine Exfreundin mit dem Auto. Dabei wird die 35-Jährige zwischen einem Gittertor und dem PKW eingeklemmt und erleidet schwere Verletzungen. Der Mann muss sich nun vor dem Landgericht Ingolstadt wegen versuchten Mordes verantworten. Am ersten Verhandlungstag ist der Angeklagte in Tränen ausgebrochen und hat sich bei seiner früheren Lebensgefährtin aus tiefstem Herzen entschuldigt. Weniger Emotionen soll Marius R. allerdings kurz nach der Tat gezeigt haben. Das bestätigte heute ein Polizeibeamter, der als Zeuge geladen war. Er gab an, dass der mutmaßliche Täter teilnahmslos neben der schwer verletzten Frau stand. Damals erzählte er dem Polizisten, dass das Auto aufgrund eines technischen Defekts von der Straße abkam. Das Paar aus Rumänien lebte seit 2012 als Patchworkfamilie in Ingolstadt. Wenige Wochen vor der Tat hat sich die 35-Jährige von ihrem Lebensgefährten getrennt. Danach soll es immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen sein, bei dem der Angeklagte seine Exfreundin verbal bedroht hatte. Zum Tatzeitpunkt war die Frau mit einem anderen Mann unterwegs, nun muss geklärt werden, ob das Tatmotiv Eifersucht war. Verteidigerin Andrea Kremer bestreitet das. Denn der Mann an der Seite der Frau sei nicht der neue Freund, sondern lediglich ein Begleiter gewesen. Die Verhandlung wird am Montag fortgesetzt.