Laut Gutachten keinerlei Aggressionsneigung

Ingolstadt (intv) „So stehen wir da vor diesem Rätsel“, so Landgerichtsarzt Hubert Haderthauer nach seinem Gutachten über den Angeklagten Heinz-Josef M. Ihm wird zur Last gelegt, den Rentner Helmut P. in seiner Wohnung im Augustinviertel mit einer Flasche brutal geschlagen und anschließend erwürgt zu haben. Die Bluttat an sich ein Zeugnis von kaltblütiger Gewalt. Doch das Gutachten zeichnet ein ganz anderes Bild des Mannes, der da auf der Anklagebank sitzt: Heinz-Josef M. weise keinerlei Aggressionsneigung oder Anzeichen auf eine psychische Störung auf. Genauso ruhig und gelassen, wie ihn die Gutachter beschreiben, gibt sich der 64-Jährige im Gerichtsaal. Er schweigt weiterhin beharrlich, selbst zur seiner eigenen Biografie will der gebürtige Eichstätter nichts beisteuern. Nach Abschluss der Beweisaufnahme stehen die Richter am Landgericht nun einer schwierigen Aufgabe gegenüber. Weder Zeugen noch Beweisspuren belasten den Angeklagten Heinz-Josef M. eindeutig.

Am Montag werden die Plädoyers von Staatsanwalt und Verteidigung gehalten, die Richter fällen das Urteil voraussichtlich am Donnerstag, den 12. Dezember. Es wird mit Spannung erwartet.

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