„Laudato Si“: Eichstätts Bischof zur Umweltenzyklika

Eichstätt (intv) Als wichtigen Weckruf an die Welt bezeichnet der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke die Umweltenzyklika von Papst Franziskus. „Die Erde ist nur mit begrenzten Ressourcen ausgestattet. Ein Wirtschaftssystem, das auf immer mehr Ressourcenverbrauch zur Ausweitung des Konsums setzt, hat daher keine Zukunft“, erklärt Bischof Hanke. „Immer mehr haben und besitzen zu wollen, führt zur Ausbeutung von Menschen und der Natur. Wir dürfen Wohlstand nicht mehr nur als Anhäufung von Besitz verstehen.“ Zu Recht fordere Franziskus ein weltweites Umdenken und eine nachhaltige ökologische Wirtschaft, da die Welt ein System begrenzter Ressourcen sei, „Gabe des Schöpfers, die wir nicht besitzen“.

Der Vatikan veröffentlichte heute die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus. Der Titel ist einem Gebet des heiligen Franz von Assisi entlehnt. „Der heilige Franziskus zeigt, wie der Blick auf Gott uns von den Zwängen des Habenmüssens befreit“, sagt Bischof Hanke. „An Franz von Assisi lesen wir ab, wie wunderbar die Einheit des Menschen mit der Schöpfung ist, wenn ihr die Einheit mit Christus zugrunde liegt.“