Landrats-Bewerber stellen sich kritischen Fragen

Schrobenhausen (intv) In knapp drei Wochen stehen die Menschen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen vor der Entscheidung: Wer soll neuer Landrat werden? Drei Bewerber stehen zur Wahl, und alle drei präsentierten sich gestern bei einer Podiumsdiskussion, die von der Schrobenhausener Zeitung veranstaltet wurde. Amtsinhaber Roland Weigert (FW) und seine Herausforderer Roland Gaßner (CSU) bzw. Werner Widuckel (SPD) stellten sich dabei lokalpolitischen Fragen der Bevölkerung.

Eine rege Diskussion entstand vor allem beim Thema Finanzen. Gaßner setzte sich für einen Schuldenabbau bis zum Jahr 2030 ein (derzeit 28,2 Millionen EUR). Widuckel forderte, durch Gewerbeansiedlung und Fachkräfterekrutierung die Einnahmen des Landkreises zu verbessern. Amtsinhaber Weigert will vor allem Investitionen im Bildungsbereich weiterführen und betonte, in Sachen Verschuldung „das Ruder bereits herumgerissen“ zu haben.

Über 40 Fragevorschläge waren im Vorfeld bei der Zeitung eingegangen. „Die Themen gingen von Energiewende über Streetworker bis zur Forderung nach einem Kleinkinderbecken im Kreishallenbad“, fiel Gaßner auf. „Auch die Verkehrssituation mit einer möglichen Nordosttangente bewegt den Schrobenhausener Bürger“, so Weigert. Und Widuckel erkannte: „Die Menschen setzen sich mit den Lebensbedingungen auseinander und erwarten, dass wir gestalterische Verantwortung wahrnehmen“. Alle drei Politiker bewerteten den Diskussionsvormittag als äußerst faire Veranstaltung.

Zufrieden zeigten sich auch die Organisatoren. „Die drei Kandidaten haben sich authentisch gegeben, so wie sie wirklich sind“, fasste Mathias Petry, Redaktionsleiter der Schrobenhausener Zeitung, die Veranstaltung zusammen. Rund 300 Zuhörer waren in den Pfarrsaal gekommen.

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