Landkreis Eichstätt simuliert Busunglück

Eichstätt/Hepberg (intv) Im Gemeindegebiet Hepberg prallt ein Auto mit einem vollbesetzten Reisebus zusammen. Beide Fahrzeuge bleiben im Straßengraben liegen. Eine Vielzahl an schwerverletzten Menschen wird vermutet. Das ist die Ausgangslage für die großangelegte Katastrophenschutzübung des Landkreises Eichstätt. Die Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren üben gemeinsam mit Sanitätern und dem THW für den Ernstfall. Etwa ein Jahr Vorlaufzeit war für die rein ehrenamtliche Organisation notwendig. Im Kreis Eichstätt ist es die erste Großübung in Echtzeit, betont Martin Wolf, Vorsitzender des regionalen Rettungszweckverbandes. Über die integrierte Leitstelle werden die Rettungskräfte informiert, mehr als 270 sind an der Großübung beteiligt: „Es waren 45 verletzte Personen im Bus und drei Personen im Pkw. Diese wurden durch die Feuerwehren Stammhamm, Lenting und Hepberg betreut und abgearbeitet. Unterstützt wurden die Feuerwehren durch das THW Ingolstadt und Eichstätt und von Helfern des Roten Kreuz“, berichtet Bernhard Wittmann, 2. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hepberg.

Nicht nur die Koordination der Bergung und Versorgung der Verletzten stand dabei im Fokus, sondern auch deren Abtransport. Erstmals wurden die gemimten Verletzten tatsächlich ins Klinikum und umliegende Kreiskrankenhäuser gebracht. Eine Herausforderung für den Rettungsdienst – die Feuerwehr Kösching musste zusätzlich für den Transport der Patienten angefordert werden. Die Katastrophenschutzübung wurde von Schiedsrichtern beobachtet und bewertet. Etwaige Schwachstellen oder Verzögerungen können somit aufgedeckt und optimiert werden.