Lammerlebnistage im Geländer mit Heimatminister Markus Söder

Eichstätt (intv) Sie sind nicht nur biologische Rasenmäher und damit die Hüter der Altmühltaler Leiten, sondern liefern mit ihrem Fleisch ein regionales Qualitätsprodukt. Gestern und heute hat sich im Geländer bei Eichstätt wieder alles ums Altmühltaler Lamm gedreht. Zu den 21. Lammerlebnistagen schaute sogar der bayerische Heimatminister persönlich vorbei. Die kulturelle Seele Bayerns liege im ländlichen Raum, so Söder, den es zu stützen und zu stärken gilt. Dass das vor allem im Schäferwesen dringend notwendig ist, wird bei den traditionellen Lammerlebnistagen ganz besonders deutlich. Höhepunkt ist natürlich der Einzug der großen Herde von 500 Merinoschafen. Für den Politiker kein Neuland: „Sagen wir mal so, wenn man Politik gewohnt ist, dann ist man mit Herdentrieb vertraut, manchmal staubts auch. So viele Unschuldslämmer auf einem Haufen findet man selten im Landtag“, so Söder mit einem Augenzwinkern gegenüber intv.

Unschuldige Lämmer gibt es im Geländer sogar zum Anfassen. Vor allem für die Kleinen ist einiges geboten. Auf dem traditionellen Handwerker- und Schmankerlmarkt können kulinarische Köstlichkeiten probiert und regionale Produkte von Direktvermarktern erworben werden. Lammkönigin Gabriela Eckstein ist es ein Herzensanliegen, vor allem den Jüngsten das Kulturgut “Altmühltaler Lamm” näher zu bringen. Besuchermagnet ist unter anderem die Schafschur-Vorführung. Die Schäfer nutzen die Gelegenheit, ihren Beruf vorzustellen, sie haben Nachwuchssorgen.

„Es sind nur noch ganz wenige, das nimmt immer mehr ab. Die kleinen Schäfer mit 100 oder 50 Schafen hören alle auf. Leben kann man erst von der Schäferei, wenn man 600 Mutterschafe hat“, erklärt Josef Ganser. Er spricht aus Erfahrung, der 83-Jährige ist seit mehr als 40 Jahren Schäfer.

Verschiedene Förderprogramme und Initiativen sollen den Schäfern unter die Arme greifen und ein Aussterben des Berufs verhindern. In Deutschland gibt es nur noch 2.000 Schafhalter, im Freistaat sind es lediglich 240 Hüteschäfereien.