LAG hofft erneut auf europäischen Fördertopf

Kleinhohenried/Straß (intv) Attraktive Projektideen mit Bürgerhilfe umzusetzen und dafür Fördermittel von der EU zu erhalten – das Konzept hat viele Kommunen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen anscheinend felsenfest überzeugt. Darum wird sich die Lokale Arbeitsgruppe „Altbayerisches Donaumoos“ für die nächste Förderperiode des Programms LEADER in ELER bewerben. Auf seiner gestrigen Sitzung im Haus im Moos hat der LAG-Lenkungsausschuss die Entwicklungsstrategie für den Zeitraum 2014 bis 2020 einstimmig beschlossen.

„In diesen sechs Jahren wollen wir den Bürgerwillen in vier verschiedenen Handlungsfeldern umsetzen“, erläutert LAG-Geschäftsführer Klaus Rössler. Dies umfasst die Bereiche Wirtschaft/Bildung, Tourismus, Landwirtschaft/Energie und Demographie/Soziales. Auch 12 Startprojekte, die kurz vor ihrer konkreten Ausarbeitung stehen, hat man bereits im Ärmel: „Bei einem geht es darum, vorhandene Kiesweiher bei Burgheim und Karlskron aufzuwerten und zu Naherholungsgebieten zu machen“, so Rössler. Die Gemeinde Hohenwart (Landkreis Pfaffenhofen), die sich ebenfalls der LAG angeschlossen hat, würde gerne einen Mehrgenerationen-Spielplatz auf dem Klosterberg errichten. „Wir haben in der vergangenen Periode schon Kapellenwanderwege einrichten können und hoffen auch mit dem neuen Projekt auf Förderung“, so Thomas Reis (CSU), 2. Bürgermeister der Marktgemeinde.

Bürger gestalten ihre Heimat

In der Förderperiode 2007-2013 konnten durch die LAG auf diese Weise 36 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 6,7 Millionen Euro umgesetzt werden. 2,57 Millionen davon bezahlte der Europäische Landwirtschaftsfonds. Dazu zählen Bienen- und Kartoffelprojekte am Haus im Moos, Direktvermarktung und Hofläden sowie Fahrrad- bzw. Wanderwegenetze in Schrobenhausen, Aresing, Ehekirchen und anderen Kommunen des Landkreises.

LEADER als Erfolgsmodell in Bayern

Auch andere Gebiete im Freistaat sind mittlerweile auf den LEADER-Zug aufgesprungen, weiß Irmgard Neu-Schmid, Leadermanagerin des Gebietes Oberbayern-Nord. Im Allgäu sei dies fast flächendeckend der Fall. Aber auch die Region 10 kann sich sehen lassen: „Ganz neu sind die Lokalen Arbeitsgruppen Altmühl-Donau und Pfaffenhofen, die sich ebenfalls bewerben“, so Neu-Schmid.

Am 28.11. wird die Bewerbung offiziell beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingereicht. Die Entscheidung über die Förderfähigkeit wird für das kommende Frühjahr erwartet. Wer Beratung bei Projektideen oder in Sachen Förderfähigkeit benötigt, kann sich an die LAG Altbayerisches Donaumoos mit Sitz in Straß wenden.