Kunst aus Traktorspuren und Hopfendrähten der Hallertau

Pfaffenhofen (intv) Als Hans Dollinger bei Straßhöfe in der Nähe von Geisenfeld mit seiner Frau spazieren ging, entdeckte er plötzlich eine Spur. Nicht von einem Menschen oder einem Tier, sondern einfach eine Traktorspur. Doch der Keramiker wurde ganz aufgeregt, ließ seine Frau allein zurück, und eilte nach Haus. Denn dort hatte er das nötige Werkzeug und Material, um diese Spur auf dem Feldweg in einem Gipsabdruck festzuhalten. „Polizeiarbeit“ nennt der verschmitzte Künstler dieses Verfahren. Aus dem Gipsabdruck fertigt er dann Model und aus denen Skulpturen oder Reliefs. Die sind so abstrakt, dass man auf den ersten Blick nicht daraus erkennt, woher die Formen ursprünglich eigentlich stammen. Meist direkt aus der Landschaft der Hallertau. Die hat Hans Dollinger geprägt. Seit kurzem macht der Rohrbacher auch Bilder. Aber nicht mit dem Pinsel, sondern mit verbogenem Hopfendraht, den er auch wieder irgendwo gefunden hat. Den drückt er dann mit einer umgebauten Hopfensackpresse im Atelier seines Kollegen Thomas Neumaier auf eingefärbtes Papier – und erzeugt so aus der immer gleichen Vorlage verschiedene Bilder. Die sind noch genau wie seine Skulpturen bis zum 8. Februar im Haus der Begegnung zu sehen. Unter dem Titel: „Meine Holldeau“, bei freiem Eintritt.