Kultur-Outsourcing bleibt umstritten

Ingolstadt (intv) Auf kommunaler Ebene ist es längst Alltag – vor allem dort wo das Bevölkerungswachstum die örtliche Verwaltung auf Trab hält werden gewisse Aufgaben gern in ein eigenständiges Unternehmen ausgelagert. Die sogenannte gemeinnützige GmbH steht dabei hoch im Kurs – auch in Ingolstadt:  Verantwortungen neu ordnen , Steuern sparen und Kredite zu günstigen Konditionen erhalten das hat Vorteile wie verschiedene Stadttöchter zeigen. Das Outsourcing macht jetzt auch vor dem Kulturbetrieb nicht Halt. Eine Veranstaltungs GmbH soll eine gewisse Entflechtung bringen, so die Vorstellungen von Finanzbürgermeister Albert Wittmann und Kulturreferent Gabriel Engert. Doch das Konzept scheint noch unausgegoren, Sparten wie Georgisches Kammerorchester, Jazztage und Halle 9 einem Geschäftsführer zu unterstellen bedeutet von vorn herein Überforderung, so SPD-Ausschussprecher Manfred Schuhmann. Mehr Sinn mache es wenn thematisch ähnliche Bereiche wie Kammermusik und Theater unter eine Dach kommen, ergänzt Gerd Werding von der FW .Jedenfalls blieb die Diskussion im Kulturausschuss ohne Ergebnis, auch weil einige Ausschussmitgliedern die Vorlage erst kurzfristig zugestellt bekamen. Deshalb geht das Projekt erstmal zurück in die Fraktionen.