Kürzester Maibaum in der jüngeren Geschichte Pfaffenhofens

Pfaffenhofen (intv) Gerade mal 25 Meter hoch ist der neue Maibaum von Pfaffenhofen – und damit so kurz wie noch nie, seit die Feuerwehr dafür sorgt, dass die weiß-blaue Stange am Hauptplatz in den Himmel ragt. Das ist immerhin seit den 90er Jahren alle drei Jahre der Fall. Das gute Stück wiegt auch nur eineinhalb Tonnen, früher waren welche zwei Tonnen schwer, erklärt Armin Bergmeister, Zugführer der Feuerwehr. Die hat mit Drehleiter und Seilzug das Fruchtbarkeitssymbol aufgestellt. Trotzdem braucht es natürlich noch ein gutes Dutzend gestandener Feuerwehrmänner, die den Baum mit Seilen in den richtigen Winkel bugsieren. Die Schilder mit den Traditionsfiguren wurden schon vorher montiert. Dafür hatte ein Gabelstabler den Baum um etwa 20 Grad angelupft, so dass alle Symbole der Kirche, der Vereine und Berufsgruppen in aller Ruhe montiert werden konnten. Die Tradition von heute war vor einigen hundert Jahren ein revolutionärer Akt. Denn der Maibaum mit dem grünen Buschkreisel ist ein heidnisches Fruchtbarkeitssymbol. Das hat die Kirche damals nicht gern gesehen, weiß Kreisheimatpfleger Roland Gronau. Auch die weltlichen Herrscher waren nicht begeistert, wenn die jungen Burschen im Dorf mit viel Muskelkraft und Engagement diese großen Baumstämme mitten im Dorf aufrichteten. „Das war eigentlich die erster Bürgerinitiatve in Bayern“, schmunzelt Roland Gronau.