Künstliche Intelligenz in Ingolstadt

Ingolstadt (intv) In Science Fiction Filmen ist es schon längst Normalität, dass Maschinen lernen können und intelligent handeln. In unserem Alltag sind solche Roboter und Computer noch die Ausnahme. Die Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz ist weltweit zukunfststrächtig. Ingolstadt will dabei künftig vorne mithalten. Schon im nächsten Jahr wird ein Forschungszentrum für künstliche Intelligenz die Arbeit aufnehmen.

Wenn so viele an einem Strang ziehen, dann soll ihr Projekt auch Erfolg haben. Stolze zwölf Professoren werden dem neuen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz angehören. Fünf davon bezahlt der Freistaat Bayern. Die anderen sieben sind so genannte Stiftungsprofessuren. Geldgeber sind die Katholische UNiversität Eichstätt, die Stadt Ingolstadt, Audi, MediaMarktSaturn, die Fraunhofergesellschaft und der Krankenhauszweckverband.

THI Präsident Professor Walter Schober sagte: „„Mit dem Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen setzen wir im Zusammenspiel aus Wissenschaft, Wirtschaft und kommunalen Einrichtungen einen sichtbaren Anker in einem Zukunftsfeld, welches den Erfolg nicht nur unserer Region mit ausmachen wird.“

Das neue KI-Forschungszentrum wird anfangs in den Räumen der Hochschule Ingolstadt zuhause sein, später möglicherweise im Digitalen Gründerzentrum. Für Ingolstadts Oberbürgermeister ein Meilenstein. „In kürzester Zeit ist es durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Hochschulen, der Industrie, des Mittelstandes und der Stadt gelungen, wegweisende Großprojekte an Land zu ziehen und in die Umsetzung zu bringen: brigk, brigkAIR, diverse Forschungsprojekte, Verdopplung der Technischen Hochschule, Fraunhofer-Forschungszentrum, Jugendforschungszentrum, LoRaWAN-Netzwerk, digitale Ampelsteuerung und viele weitere Projekte sind hier beispielhaft.“

Insgesamt sollen langfristig mindestens 30 bis 40 Mitarbeiter in dem Institut an lernenden Maschinen und Computern forschen. Eine Vorstellung, die auf viele Menschen verstörend wirkt. Auch diesen Aspekt bezieht das Forschungszentrum mit ein, die KU Eichstätt/Ingolstadt soll ethische und gesellschaftliche Auswirkungen der KI untersuchen.

Ingolstadt liegt mit dem neuen KI Zentrum voll im Trend. Die EU wird nächste Woche einen 20 Milliarden Euro schweren europaweiten Aktionsplan verabschieden, der die Erforschung und Entwicklung künstlicher intelligenz fördert.