Klinikum: Kritische Töne auf dem Neujahrsempfang

Ingolstadt (intv)

2013 war kein leichtes Jahr fürs Klinikum Ingolstadt. Denn, so Geschäftsführer Heribert Fastenmeier, der Krankenhausmarkt befindet sich in der Dauerkrise. Die systematische und wettbewerbsorientierte Unterfinanzierung sei das tägliche Brot. Fastenmeier hat gestern Abend auf dem Neujahrsempfang im Klinikum die Probleme deutlich beim Namen genannt. „Jedes zweite Krankenhaus in Deutschland hat mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen. Es ist ein Leben in und mit der Krise“.

Auch am Klinikum Ingolstadt geht diese Entwicklung nicht spurlos vorüber. 2013 wurde die schwarze Null verfehlt, dennoch stehe man aber gut da. Wie Oberbürgermeister Alfred Lehmann in seiner Rede betonte. Zum letzten Mal begrüßte er als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums zahlreiche Gäste aus Politik, Behörden und Gesundheitswesen.

„In so einer schwierigen Situation ist der Wege der Kooperation wichtig. Einmal innerhalb des Hauses und die Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und niedergelassenen Ärzten. Wir haben nur Erfolg, wenn wir zusammenarbeiten“, sagte Lehmann.

Dem Klinikum steht ein aufregendes Jahr bevor. Die Generalsanierung soll Mitte des Jahres beginnen, der vorzeitige Baubeginn ist beantragt. Und die Containerstadt steht bereits. Allein die ersten beiden Bauabschnitte laufen über einen Zeitraum von fünf bis sechs Jahren und haben ein Planungsvolumen von etwa 150 Millionen Euro. Bei laufendem Volllastbetrieb wird saniert. „Bauen ohne Lärm und Dreck geht nicht, aber ohne Qualitätsverlust“, verspricht Fastenmeier.

Fastenmeier hob in seiner Rede auch das Engagement Lehmanns hervor. Für den scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden gab es Blumen und der Geschäftsführer warf noch einen Blick auf die Projekte im neuen Jahr. Ein Film über die Krankenhausküche trieb schließlich die kulinarische Vorfreude der Anwesenden auf den Höhepunkt.

Dann endlich erlöste Fastenmeier die Gäste, die gut eine Stunde dicht zusammengedrängt stehen mussten und gab den Weg ins Casino zum Buffet frei.