Freie Wähler: Krisensitzung und Zukunftsmusik

Ingolstadt (intv) Der Applaus war groß, als die Freien Wähler Peter Springl im Sommer vergangenen Jahres zu ihrem OB-Kandidaten ernannten. Der selbstständige Ingenieur galt in der Partei als Hoffnungsträger, der an das gute Wahlergebnis von 2008 anknüpfen sollte. Damals holte Sepp Mißlbeck 16,4 Prozent der Stimmen und wurde dritter Bürgermeister. Doch als am 16. März das Ergebnis der Kommunalwahlen fest stand, war wohl keinem mehr nach Applaus zumute. Peter Springl bekam nur gute sechs Prozent der Stimmen, die Partei holte elf und sank deutlich in der Gunst der Wähler. Am Dienstag haben die Politiker das enttäuschende Wahlergebnis noch einmal aufgearbeitet: „Wir hatten 25 neue Kandidaten auf der Liste, die renommierte Mitglieder wie Wolfgang Scheuer ersetzen mussten, dass das schwierig ist, war uns von Anfang an klar“, so Fraktionschef Markus Reichhart. Dennoch hoffen die Freien Wähler, auch in Zukunft zusammen mit der CSU eine Koalition zu bilden. Immerhin ist in nächster Zeit auch an der Rathausspitze Stühle rücken angesagt. Markus Reichhart wurde in den vergangenen Wochen als möglicher Bürgermeister diskutiert. Der betonte heute allerdings, dass es noch keine endgültigen Pläne gebe. Für die Partei heißt es jetzt Abwarten, denn der Ball liegt nun bei der CSU, die Verhandlungen mit möglichen Koalitionspartnern führen muss. Nach der Stadtratssitzung Mitte April sollen dann aber endgültige Personalentscheidungen fallen.

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