Krise für VW, Krise für Ingolstadt?

Ingolstadt (intv) Wir blicken in Ratschhaus an der Donaustraße.

SPD-Kreisvorsitzender Marcel Aigner gesteht zu Beginn der Veranstaltung, es wäre nicht leicht gewesen, so eine Podiumsdiskussion zu initiieren. Denn das Thema scheint Tabu auf der Schanz.

Der VW-Abgasskandal betrifft auch die Tochterfirma Audi. Laut der heutigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung haben Audi-Techniker zugegeben, manipulierende Software verbaut zu haben, auch für Rupert Stadler wächst der Druck. Die Leute auf der Straße stellen sich die Frage: Was sind die Folgen, wie schlimm ist es wirklich um Audi bestellt? Und vor allem, was hat das für Konsequenzen für Ingolstadt?

Diese Fragen haben Ewald Schurer, Bundestagsabgeorndeter der SPD, Achim Werner, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Ingolstadt und René Schmidpeter, Professor für Wirtschaftsethik diskutiert.

Das Zauberwort sind innovative Antriebstechnologien. Schmidpeter geht davon aus, dass sich jetzt vieles in Richtung Elektromobilität verschieben wird. Dort wird der Trend hingehen, vor allem in den Städten.

Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer sieht keine Krise auf Ingolstadt zurollen. Mit dem IN-Campus auf dem ehemaligen Bayern-Oil-Gelände bekennt sich Audi zum Hauptstandort. Nun gilt es, dieses optimal anzubinden. Schurer will demnächst mit der Autobahndirektion Südbayern darüber sprechen und die Pläne beim Bundesverkehrsministerium in Berlin aufs Tableau bringen.

Der Arbeitskreis hatte auch die Bürgermeister von Kösching, Gaimersheim und Lenting nach ihrer Meinung befragt. Laut SPD-Stadtrat Robert Bechstädt hätten die allerdings eher ablehnend reagiert.